Ein aufregender Tag

Warmer Brötchenduft kroch in meine Nase. Ich biss in ein Brötchen hinein und überlegte, was ich heute machen sollte. Dann entschied ich mich für einen Tag im Zoo. Ich nahm meinen Hund an die Leine und packte etwas zu essen und zu trinken ein und machte mich dann auf den Weg. Vor dem Zoo war schon eine lange Schlange. Was für ein Glück, dass ich eine Freikarte hatte und direkt rein konnte. Als ich drinnen war, überlegte ich, wohin ich gehen sollte. Ich entschied mich, der vorgegebenen Route des Zoos zu folgen. Als erstes kam ich an Flamingos vorbei, die mir ganz aufgeregt zu kreischten. Da flogen mir drei Flamingofedern zu. Ich steckte sie als Erinnerung  in meinen Rucksack.

Und ging weiter. Meinen nächsten Halt machte ich bei den Affen. Ich sah zwei kleine Affen, die herum tobten und eine Affenmutter, die ein kleines Affenbaby auf dem Arm hatte. Ich setzte mich auf eine Bank direkt vor dem Elefantengehege. Auf einmal reckte sich ein Elefantenrüssel über den Zaun und schnappte sich den Apfel aus meiner Brotdose. Ich kicherte und packte meine Sachen ein.

Dann ging ich Richtung Ausgang. Auf dem Weg dorthin liefen einige Affen und Tierpfleger an mir vorbei. Die Affen waren wohl ausgebüxt und rannten wild im Zoo herum.

Ich machte schnell ein Foto. Auf dem Foto sah man einen Tierpfleger, der sich gerade auf einen Affen stürzte. Der Affe schnappte sich im gleichen Moment eine Banane und wollte hinein beißen.

Später nach einem Abendessen brachte ich den Tag auf Papier und schlief dann mit wilden Träumen ein. Julia, 5d

Viviane, Gedicht für den Schreibwettbewerb                                               

Mein Tagesablauf in Quarantäne

Ich habe den Sonntag genossen,

denn die Schulen wurden geschlossen

Ein Traum, die Freude ist groß,

als hätte ich gewonnen das tollste Los

Doch hörte ich, oh Schreck,

alle Freiheiten sind weg

Meine Freunde durfte ich nicht mehr treffen

Kuchen bei Oma konnte ich auch vergessen

Es war wie eine Stadt der Toten,

das Rausgehen wurde uns verboten

Die Menschheit ist von einem Virus betroffen,

sie muss in Quarantäne, die Dauer ist noch offen

Hoffentlich wird bald ein Impfstoff entdeckt

damit die Hoffnung auf Freiheit wird wieder geweckt

Meine Gedanken waren leer,

ich langweilte mich sehr

Doch dann stellte sich heraus,

wir bekommen Hausaufgaben, was ein Graus

Sind die Hausaufgaben dann endlich gemacht,

lese ich bis in die tiefe Nacht

Auch ein eigenes Buch schreibe ich

und zwischendurch auch ein Gedicht

Alles in allem dann doch nicht so schlimm,

im Zeit vertreiben bin ich mittlerweile ganz gut drin

Morgens steh ich dann ganz spät auf,

dann nimmt der Tag wieder denselben Lauf

Ich hoffe, dass man irgendwann

wieder ein normales Leben führen kann

Mein Wunsch ist, bleibt alle gesund

und geht nicht hinaus, Quarantäne hat einen Grund

Der Corona März, das Jahr werden wir nie vergessen

Echt jetzt,

schulfrei und einfach so?

Ich habe zwar „wegen Corona“ noch gehört, aber das tollste ist aber, ich habe frei und so wie es aussieht für länger. Nicht nur ein oder zwei Tage, sondern für lääääänger!

Die ersten Tage bin ich länger aufgeblieben, habe Videos geschaut, Playstation gespielt und mit Freunden gezockt. Ich hatte mich gedanklich von der Schule verabschiedet und muss noch nicht einmal schlechtes Gewissen haben.

Dann aber kamen die Lehrer auf die Idee, digital mit mir in Kontakt zu kommen und es kam Stress auf. Gestresst zunächst von, wie muss ich die App hochladen, wie komme ich an die Aufgaben und wann bitte soll ich das alles machen. Ich habe doch frei!?

Dann wollte auch mein Coach Alex auch noch dieses „zoom“ nutzen und sendete uns klare Ansagen sowie unser „Playbook“.

Ich habe spontan innerlich „sche.. Corona“ geschrien.

Wie soll ich das alles in meiner Freizeit und ganz alleine erledigen?

Ooo, Frau Schmitz und Herr Dr. Weyer-Menkhoff haben auch schon „zoom“ entdeckt und laden täglich zu einer Videokonferenz ein.

Kann das noch schlimmer werden?

Ja, es wurde schlimmer.

Nachdem ich Frau Maaßen bereits 6 Seiten erledigter Aufgaben „als Foto“ geschafft habe zu mailen, kamen am nächsten Tag laufend neue Aufgaben von den anderen Lehrern. Und wie bitte, Frau Maaßen will noch weiteren 6 Seiten und noch aus dem Mathebuch weitere Aufgaben erledigt sehen? Aber Herr Bergmann muss natürlich alles toppen, 30 Seiten und ein Buch lesen?                               Mal ganz ehrlich, ich will wieder in die Schule! Ich will meinen geordneten Ablauf haben und wäre dankbar, wenn:   

  • Frau Schmitz und Herr dr. Weyer-Menkhoff wieder mit mir in der Klasse reden könnten,
  • Frau Maaßen mit uns gemeinsam die matheaufgaben machen würde und wenn Sie uns Hausaufgaben aufgibt, dass wir bei ihr Rückfragen könnten ohne Email schreiben zu müssen,
  • Herr Bergmann, ja auch Herr Bergmann, uns wieder Unterricht geben könnte und mit uns gemeinsam seine 30, ich betone nochmal 30, Seiten durchgehen würde.

Ich habe den dreh zwar raus und komme so langsam, mit dieser Art Unterricht klar, freue mich auf die tägliche Koferenzen, wünsche mir aber trotzdem mein Leben zurück.

Ich gehe gerne in meine Schule. Ich war sehr stolz und bin es auf dieser Schule sein zu dürfen und ich liebe es Musik im Auto meiner Mutter, morgens auf dem Weg in die Schule, zu hören.

Ich bin ein stolzer American Footballspieler und spiele sehr gerne in meinem Team, den Düsseldorf Panther U13. Wir hatten Spiele und geplante Camps, auf die ich mich gefreut hatte. Wir hätten dann die Captains gewählt, vielleicht wäre ich auch einer geworden.

Ich wäre gerne zur Lorenzos und Jakobs Geburtstagsfeier gegangen, ich hatte mich über deren Einladungen gefreut.                                       In den Osterferien wären wir wahrscheinlich in die Türkei geflogen und hätten das Land besser kennengelernt. Wir waren schonmal in Istanbul und mir hat es sehr gut da gefallen.

Das alles fehlt mir und ich möchte Corona sagen, es reicht mir. Ich habe genug gezockt, ich finde mein Leben vorher besser, mir fehlen die Jungs aus meinem Team, mir fehlen die Coaches, mir fehlen meine Schulfreunde und mir fehlen auch meine Lehrer, auch wenn ich mich manchmal frage „haben die Fieber“ 😉.

Euer Ilias Mrad aus der 6 C

Görres-Gymnasium Düsseldorf

P.S. Ich hoffe ich habe euch ein bißchen zum Lachen gebracht und muss ehrlich zugeben, dass meine Mama mir etwas bei der Grammatik geholfen hat, nur geholfen.