Goerres-Eule
Hinterglasbild, Jodie, 6a, 2009-10

 

Städtisches Görres-Gymnasium Düsseldorf

Humanistisches Gymnasium seit 1545

 

 

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Schulinternes Curriculum Politik/Wirtschaft - Klasse 8 & 9

Vorbemerkung:

Das schulinterne Curriculum basiert auf dem Kernlehrplan Sekundarstufe I für das Fach Politik/Wirtschaft am Gymnasium und ist vorläufig, d.h., es wird nach Vorliegen der Materialien zur Umsetzung der Kompetenzorientierung überarbeitet werden (Festlegung der obligatorischen und fakultativen Unterrichtsvorhaben ...).

Inhaltsfeld Schwerpunkte Sachkompetenz mögliche Themen
7   Die Schülerinnen und Schüler  
Sicherung und Weiterentwicklung der Demokratie
  • Demokratische Institutionen in der Bundesrepublik Deutschland - Prinzipien, Formen und Zusammenwirken
  • Staatsbürgerschaft, Wahlen und Parlamentarismus im föderalen System der Bundesrepublik Deutschland
  • Grundlagen des Rechtsstaats sowie Gefährdungen und Sicherung von Grund- und Menschenrechten
  • Ursachen und Abwehr von politischem Extremismus und Fremdenfeindlichkeit
  • ... legen das Konzept des Rechts- bzw. demokratischen Verfassungsstaates (einschließlich der Verfassungsorgane) differenziert dar und beschreiben die Rolle des Bürgers in der Demokratie - insbesondere unterschiedliche Formen politischer Beteiligung
  • ... erklären die Funktion und Bedeutung von Wahlen und Institutionen im demokratischen System
  • ... erläutern Ursachen und Erscheinungsformen sowie Abwehr-möglichkeiten im Bereich des politischen Extremismus und der Fremdenfeindlichkeit
  • Demokratie (Begriff)
    [8]
  • Grundzüge der politischen Ordnung der Bundesrepublik
    [8]
  • Beteiligung in der Demokratie
    [8]
  • Politischer Extremismus in Deutschland
    [9]
8   Die Schülerinnen und Schüler  
Grundlagen des Wirtschaftsgeschehens
  • Markt und Marktprozesse zwischen Wettbewerb und Konzentration
  • die Funktionen des Geldes
  • ... erläutern die Grundprinzipien, Möglichkeiten und Probleme der Marktwirtschaft und beschreiben den Wirtschaftskreislauf sowie die Funktionen des Geldes
    [8/9]
  • ... unterscheiden zwischen qualitativem und quantitativem Wachstum und erläutern das Konzept der nachhaltigen Entwicklung
    [9]
  • Wie funktioniert die Marktwirtschaft? (Modell und Realität)
    [8]
  • Nachhaltige Holz- [Wasser-]wirtschaft
    [8]
  • Unternehmensformen und die Rolle der Unternehmerin bzw. des Unternehmers in der Marktwirtschaft
 
  • Unternehmen - Formen und Funktionen
  • Soziale Marktwirtschaft und ihre Herausforderungen durch die Globalisierung
  • ... analysieren die Bedeutung und die Herausforderungen des Globalisierungs-prozesses für den Wirtschaftstandort Deutschland exemplarisch
  • Globalisierung - Bedrohung oder Chance
    [9]
9   Die Schülerinnen und Schüler  
Zukunft von Arbeit und Beruf in einer sich verändernden Industrie-, Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft
  • Berufswahl und Berufswegplanung (z.B. Ausbildung, Studium, Wege in die unternehmerische Selbstständigkeit)
  • Strukturwandel von Unternehmen und Arbeitswelt durch neue Technologien für die Wirtschaft und die Auswirkungen auf den Alltag
  • ... legen Wege sowie Chancen und Risiken der unternehmerischen Selbstständigkeit dar
  • ... erläutern die Bedeutung von Qualifikationen für die Berufschancen auf dem Arbeitsmarkt
10   Die Schülerinnen und Schüler  
Ökologische Herausforderungen für Politik und Wirtschaft
  • Quantitatives versus qualitatives Wachstum, das Prinzip des nachhaltigen Wirtschaftens
  • Innovationspotenziale ökologisch orientierter Produktion
  • ... unterscheiden zwischen qualitativem und quantitativem Wachstum und erläutern das Konzept der nachhaltigen Entwicklung
  • Möglichkeiten und Chancen umweltgerechten Handelns
    [8/9]
11   Die Schülerinnen und Schüler  
Einkommen und soziale Sicherung zwischen Leistungsprinzip und sozialer Gerechtigkeit
  • Strukturen und nationale sowie internationale Zukunftsprobleme des Sozialstaats und der Sozialpolitik
  • die Verteilung von Chancen und Ressourcen in der Gesellschaft
  • Einkommen und soziale Sicherung zwischen Leistungsprinzip und sozialer Gerechtigkeit
  • ... erläutern Grundsätze des Sozialstaats-prinzips und legen die wesentlichen Säulen der sozialen Sicherung sowie die Probleme des Sozialstaates (Finanzierbarkeit, Generationengerechtigkeit etc.) dar
  • ... analysieren Dimensionen sozialer Ungleichheit und Armutsrisiken in der gegenwärtigen Gesellschaft exemplarisch
  • Sozialstaat in der Krise
    [9]
  • Soziale Ungleichheit und soziale Gerechtigkeit
12      
Identität und Lebensgestaltung im Wandel der modernen Gesellschaft
  • personale Identität und persönliche Lebensgestaltung im Spannungsfeld von Selbstverwirklichung und sozialen Erwartungen
  • Werte und Wertewandel in der Gesellschaft
  • Ursachen und Folgen von Migration sowie Möglichkeiten und Schwierigkeiten des Zusammenlebens von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen
 
  • Bedeutung des sozialen Wandels für die Gesellschaft und die Menschen
    [9]
  • Wandel der Arbeitswelt
    [9]
  • Zuwanderung in Deutschland
    [8]
13      
Die Rolle der Medien in Politik und Gesellschaft
  • Bedeutung von Formen und Möglichkeiten der Kommunikation sowie Information in Politik und Gesellschaft
  • politische und soziale Auswirkungen neuer Medien
  • globale Vernetzung und die Rolle der Medien
  • ... beschreiben die Chancen und Risiken neuer Technologien für die Bereiche Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
  • Nutzen und Gefahren sozialer Netzwerke
    [8]
  • Freiheit der Netzkommunikation und Netzsperren
    [9]
14      
Internationale Politik im Zeitalter der Globalisierung
  • Europa: Entwicklungen, Erwartungen und aktuelle Probleme
 
  • Wie funktioniert die EU?
  • Wie legitimiert sich europäische Politik?
  • Aufnahme der Türkei in die EU?
    [9]
  • ökonomische, politische und kulturelle Folgen von Globalisierungsprozessen anhand ausgewählter Beispiele
 
  • ...
  • aktuelle Probleme und Perspektiven der Friedens- und Sicherheitspolitik
 
  • Möglichkeiten und Probleme der internationalen Friedenssicherung [Anknüpfung an einen aktuellen Konflikt]
    [9]
 
Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler
  • definieren eingeführte Fachbegriffe korrekt und wenden diese kontextbezogen an,
  • nutzen verschiedene - auch neue - Medien zielgerichtet zur Recherche, indem sie die Informationsangebote begründet auswählen und analysieren,
  • präsentieren Ergebnisse von Lernvorhaben und Projekten zielgruppenorientiert und strukturiert - ggf. auch im öffentlichen Rahmen,
  • nutzen verschiedene Visualisierungs- und Präsentationstechniken - auch unter Zuhilfenahme neuer Medien - sinnvoll,
  • wenden ausgewählte Fachmethoden an, indem sie z.B. eine Umfrage sinnvoll konzipieren, durchführen und auch mithilfe neuer Medien auswerten,
  • handhaben grundlegende Methoden und Techniken der politischen Argumentation sachgerecht und reflektieren die Ergebnisse z.B. im Rahmen einer Pro-Kontra-Debatte,
  • führen grundlegende Operationen der Modellbildung - z.B. bezüglich des Wirtschaftskreislaufs - durch,
  • planen das methodische Vorgehen zu einem Arbeitsvorhaben und reflektieren Gruppenprozesse mithilfe metakommunikativer Methoden.
Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler
  • diskutieren problemorientiert über die Bedeutung von Wertorientierungen und begründen den eigenen Standpunkt,
  • beurteilen verschiedene wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Interessen hinsichtlich der zugrunde liegenden Wertmaßstäbe, hinsichtlich ihrer Verallgemeinerbarkeit bzw. universellen Geltungsmöglichkeit kriterienorientiert,
  • formulieren angemessene und konstruktive Kritik sowie Alternativen, zeigen multiperspektivische Zugänge auf und entwickeln für überschaubare und begrenzte Problemkonstellationen und Konflikte Lösungsoptionen,
  • entwickeln unter Rückgriff auf selbstständiges, methodenbewusstes und begründetes Argumentieren einen rationalen Standpunkt bzw. eine rationale Position, wählen Handlungsalternativen in politischen Entscheidungssituationen und legen den Verantwortungsgehalt der getroffenen Entscheidung dar,
  • reflektieren wirtschaftliche Entscheidungen und analysieren diese hinsichtlich ihrer ökonomischen Rationalität, ihrer Gemeinwohlverpflichtung, ihrer Wirksamkeit sowie ihrer Folgen und entwerfen dazu Alternativen,
  • reflektieren medial vermittelte Botschaften und beurteilen diese auch mit Blick auf dahinterliegende Interessen,
  • prüfen benutzte Kriterien und Sachverhalte durch neue Informationen und Gesichtspunkte prüfen, erweitern Detailurteile zu einem Gesamturteil und reflektieren den gesamten Prozess der Urteilsbildung,
  • unterscheiden in einem politischen Entscheidungsfall die verschiedenen Politikdimensionen (Inhalt, Form, Prozess).
Handlungskompetenz Die Schülerinnen und Schüler
  • vertreten die eigene Positionen auch in der Auseinandersetzung mit kontroversen Sichtweisen in angemessener Form im (schul-) öffentlichen Raum und bereiten ihre Ausführungen mit dem Ziel der Überzeugung oder Mehrheitsfindung auch strategisch auf bzw. spitzen diese zu,
  • erkennen andere Positionen, die mit ihrer eigenen oder einer angenommenen Position konkurrieren, und bilden diese - ggf. probeweise - ab (Perspektivwechsel),
  • erstellen Medienprodukte (z.B. Leserbriefe, Plakate, computergestützte Präsentationen, Fotoreihen etc.) zu politischen, wirtschaftlichen und sozialen Sachverhalten und Problemlagen und setzen diese intentional ein,
  • gehen mit kulturellen und sozialen Differenzen reflektiert und tolerant um und sind sich dabei der eigenen interkulturellen Bedingtheit ihres Handelns bewusst,
  • stellen ihre eigenen Fähigkeiten und Interessen im Spannungsfeld gesellschaftlicher Anforderungen hinsichtlich der anstehenden Berufswahl/Berufsorientierung dar und bereiten entsprechende Entscheidungen vor bzw. leiten diese ein,
  • sind dazu in der Lage, in schulischen Gremien mitzuarbeiten und ihre Interessen wahrzunehmen,
  • besitzen die Fähigkeit, eigene Rechte und Beteiligungsangebote wahrzunehmen und mit anderen gemeinsame Lösungswege zu erproben,
  • setzen sich mit konkreten Aktionen und Maßnahmen für verträgliche Lern- und Lebensbedingungen in der Schule und ggf. im außerschulischen Nahbereich ein,
  • werben argumentativ um Unterstützung für eigene Ideen.

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Hinweis zur Leistungsbewertung

Die Fachkonferenz Politik/Wirtschaft hat am 11.03.2010 die folgenden Verfahren und Kriterien festgelegt, die bis zum Beschluss über das endgöültige schulinternen Curriculum Politik/Wirtschaft der Leistungsbewertung zugrunde gelegt werden können:

  • mündliche Beiträge zum Unterricht (Qualität, Häufigkeit und Kontinuität der Beiträge)
  • Erstellen von Produkten wie z.B. Dokumentationen zu Aufgaben
  • Beiträge zur Öffnung des Unterrichts zum Umfeld der Schule
  • Beiträge zu Gruppenarbeiten
  • Erstellen und freies Vortragen von Referaten
  • kurze schriftliche Leistungsüberprüfungen
  • Führen eines Heftes
  • Unterrichtsbeiträge auf der Basis von Hausaufgaben

In die Note eines jeden Schulhalbjahres gehen alle im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten Leistungen ein, das heißt, dass zum Beispiel die Ergebnisse schriftlicher Überprüfungen oder die Note für ein Referat keine bevorzugte Stellung innerhalb der Notengebung haben.

© FK Politik/Wirtschaft des Städt. Görres-Gymnasiums Düsseldorf

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