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Curriculum Latein G8
Klasse 5 / Sexta
Sprachkompetenz
[Die hier und im Folgenden angegebenen Lektionen beziehen sich auf das Lehrwerk "Salvete", Cornelsen-Verlag 2007]
Die Schülerinnen und Schüler
- verfügen über einen Lernwortschatz von ca. 400 Wörtern
- wenden einige Regeln der Ableitung und Zusammensetzung lateinischer Wörter an
- beherrschen die Flexion ausgewählter Deklinationsklassen (a- u. o-Dekl., konsonant.
und Mischdekl. ab L 12), die Flexion von Adjektiven (a- u. o-Dekl. sowie auf -er)
- beherrschen die Flexion der Personalpronomina, von suus, sua, suum sowie von quis? und quid?
- beherrschen die Flexion ausgewählter Konjugationen (a- u. e-Konjugation, esse, posse, ire in Präsens, Imperfekt, Futur I und Perfekt) und wenden dieses Wissen zur Satzerschließung an
- unterscheiden und benennen die wichtigsten Satzglieder (Subjekt, Prädikat, Objekt, Attribut, Adverbiale) und einfache Füllungsarten
- erkennen den AcI als satzwertige Konstruktion und geben ihn im Deutschen richtig wieder
- können KNG-Kongruenzen benennen
Textkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- können einfache didaktisierte Texte unter Anleitung vorerschließen
- übersetzen einfache didaktisierte Texte
- benennen und reflektieren grundlegende Unterschiede L - D (fachübergreifend mit dem Fach Deutsch)
- zeigen Bewusstsein für Struktur und Kohärenz von Texten durch Identifizierung von Konnektoren und Rekurrenzen
- lesen lateinische Texte weitgehend richtig unter Berücksichtigung sinntragender Elemente vor
Kulturkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- zeigen erstes Verständnis für das Alltagsleben im antiken Rom (L 1-5)
- besitzen vertiefte personen- und handlungsorientierte Kenntnisse des Lebens in der Antike (L 1-7, 12, 13)
- verfügen über einen ersten Einblick in die antike Mythologie (L 8, 9)
Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- wenden ausgewählte Methoden des Vokabellernens an (Vokabelheft, Lernkartei, evtl. Lernsoftware)
- gehen sicher mit dem Lehrwerk "Salvete" und der Begleitgrammatik "Videte" um
- benutzen sicher die Fachterminologie zur Beschreibung der erlernten sprachlichen Strukturen
Fakultatives
- Erste Sprachproduktion
- Sketche, Rollenspiele
- Erarbeiten von lateinischen Lehnwörtern im Deutschen (evtl. fachübergreifend mit dem Fach Deutsch)
- Festigung und Wiederholung der erworbenen Vokabelkenntnisse z.B. mit Kreuzworträtseln
- Führung durch das Römisch-Germanische Museum Köln mit dem Thema "Alltagsleben"
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Klasse 6 / Quinta
Sprachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- verfügen über einen Lernwortschatz von ca. 800 Wörtern
- vervollständigen ihre Kenntnisse im Bereich der Deklinationen
- können die wichtigsten Kasusfunktionen benennen und sie bei der Arbeit an didaktisierten Texten anwenden (Genitiv als Attribut, des Anteils, des Wertes; Dativ des Besitzers; Dativ und Akkusativ als Objekt; Akkusativ der Richtung, der Ausdehnung; Ablativ des Grundes, des Mittels, des Vergleichs, der Beziehung, des Maßes, der Preisangabe, des Ausgangspunktes, des Ortes)
- erweitern ihre Kenntnisse im Bereich der Konjugationen (L 16 - 20; 24; 27)
und können sie bei der Textarbeit anwenden
- erweitern ihre Kenntnisse im Bereich der Pronomina ( L 18: hic, ille)
- kennen Bildung und Verwendung des Adverbs und nutzen dies beim Übersetzen
- erkennen ein participium coniunctum (PC) der Vorzeitigkeit (PPP) und der Gleichzeitigkeit (PPA) und geben es angemessen wieder unter Berücksichtigung des Zeitverhältnisses zum übergeordneten Verb
- beherrschen den AcI im Gliedsatz, die Reflexivität im AcI (se; sibi; suus L 16),
- beherrschen den relativischen Satzanschluss (L 17)
- erkennen Adverbialsätze (temporal, kausal, konzessiv L 18) und geben sie richtig wieder
Textkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- erschließen leichtere didaktisierte Texte anhand von Leitfragen (Handlungsträger, Zeit, Ort, zentrale Begriffe)
- visualisieren Wortgruppen zur Texterschließung
- übersetzen leichtere didaktisierte Texte in angemessenes Deutsch
- gliedern zunehmend selbständig Texte anhand von Personenkonstellation und Tempusprofil und erarbeiten Inhaltsangaben
- reflektieren Textaussagen und vergleichen sie mit der heutigen Welt
Kulturkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- lernen einige repräsentative Mythen kennen ( L 14: Daedalus und Ikarus; L 15: Herkules; L 16: Abenteuer des Odysseus; L 17: Europa; L 18: Leiden der schönen Io; Echo und Narzissus)
- setzen sich kontrastiv mit ausgewählten Themen aus Politik und Kultur der Antike auseinander (Leben in den Provinzen L 19 - 21; Varusschlacht L 22; Leben am Kaiserhof, Claudius, Caligula, Nero L 23, 24)
- lernen an ausgewählten Beispielen herausragende Frauengestalten der Antike (Kleopatra L 25, Zenobia L 27, Boudicca claro 3) und einer Romanheldin der frühen Neuzeit (Nanna L 26) kennen
Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- nutzen bewusst die erlernten lateinischen Sprachstrukturen (Satzglieder, Wortarten, verschiedene Formen von Haupt- und Gliedsätzen sowie satzwertige Konstruktionen) für die Reflexion über Sprache im Deutschen und Englischen (Synergie)
- bauen ihre sprachliche Ausdrucksfähigkeit im Deutschen durch sprachkontrastives Arbeiten aus
- beschaffen zunehmend selbständig Informationen und werten sie aus
- beherrschen das lineare Dekodieren
- visualisieren Satzstrukturen nach der Einrückmethode
Fakultatives
- Eigenständige Erarbeitung und Präsentation weiterer Mythen z.B. durch Referate
- Planung einer imaginären Reise zu einem wichtigen Ort der Antike (Vergleich damals - heute)
- Exkursion zu einem Ort (z.B. Kalkriese) oder einem Museum (z.B. Haltern), wo die Auseinandersetzung zwischen Römern und Germanen dokumentiert ist
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Klasse 7 / Quarta
Sprachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- beherrschen einen Lernwortschatz von ca. 1200 Wörtern in thematischer und grammatischer Strukturierung
- schlüsseln die Bedeutung neuer Wörter durch Ableitung von bekannten Wörtern oder Wortelementen auf
- finden vom lateinischen Wortschatz aus Zugänge zum Wortschatz romanischer Sprachen
- beherrschen den lateinischen Formenbestand mit Ausnahme des Gerundivums, der Deponentien, der Steigerung sowie einiger Besonderheiten im Bereich der Pronomina
- bestimmen Satzteile mit komplexeren Füllungsarten (AcI, PC, abl. abs., Gliedsätze)
- können die Zeitenfolge im Lateinischen und im Deutschen gegenüberstellen
Textkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- erfassen zentrale Aussagen didaktisierter Texte durch Hörverstehen
- gehen an didaktisierte Texte zunehmend systematisch heran
- unterscheiden grundlegende Textsorten
- kennen wichtige Stilmittel
- beherrschen eine erste Systematisierung stilistischer Mittel und ihrer Wirkung
- semantisieren zunehmend begründet während des Übersetzungsvorgangs
- können Texte in ihren historischen Zusammenhang einordnen
Kulturkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- haben Grundkenntnisse in Themenbereichen der römischen Frühzeit unter dem Aspekt des Selbstverständnisses der Römer und ihrer Werteordnung
- denken sich in die Rolle Ciceros als eines Repräsentanten der res publica hinein
- besitzen Grundkenntnisse in den Themenbereichen der antiken Medizin, der Philosophie, des Übergangs von der Antike zum Mittelalter sowie vom Wirken Karls des Großen und können eigene Wertungen begründet vortragen
Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- sind in der Lage, Referate als zunehmend selbständige Darstellung antiker Realien zu halten
- beherrschen die Visualisierung von Satzstrukturen nach der Einrückmethode
- beschaffen Informationen zur Einordnung von Texten in ihren historischen Zusammenhang
- können einfache Gesetzmäßigkeiten des Weiterlebens lateinischer Wörter im Deutschen und Englischen systematisieren
- können sprachliche Phänomene fachsprachlich korrekt benennen
Fakultatives
- Produktion eines kurzen Films in lateinischer Sprache zum Thema virtus Romana
- Imaginärer antiker Redewettstreit
- Caesar im Asterix-Comic: historische Hintergründe
- Exkursion zu einer Kaiserpfalz
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Klasse 8 / Untertertia
Sprachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- beherrschen einen Grund- und Aufbauwortschatz von ca. 1350 Wörtern in thematischer und grammatischer Strukturierung
- beherrschen den relevanten lateinischen Formenbestand
- unterscheiden in anspruchsvolleren didaktisierten Texten und in erleichterten und leichteren Originaltexten Satzarten und ihre Funktionen
- erläutern satzwertige Konstruktionen und geben sie kontext- und zielsprachenorientiert wieder
- besitzen eine vertiefte Kenntnis des Weiterlebens der lateinischen Sprache in den romanischen Sprachen und im Englischen
Textkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- können anspruchsvolle didaktisierte Texte sowie erleichterte und leichtere Originaltexte nach verschiedenen Methoden vorerschließen und dekodieren
- übersetzen diese Texte sprachlich und sachlich angemessen
- können Übersetzungsmöglichkeiten durch verstärkte Kontextbeobachtung gezielt auswählen
- stellen Reflexionen über Textaussagen an und vergleichen im Sinne der historischen Kommunikation mit heutigen Denk- und Lebensweisen
- kennen typische Strukturelemente der Fabel
- können komplexere didaktisierte und einfache Originaltexte altersgemäß interpretieren (Zusammenhang von Form und Inhalt)
Kulturkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- besitzen Kenntnisse das Rechtsverständnis im antiken Rom und sein Fortwirken bis in die Neuzeit (Ciceros Prozess gegen Verres, Plünderer im untergehenden Pompeji, Piraten im Dienste ihrer Majestät)
- haben Grundkenntnisse über Aspekte der menschlichen Zivilisation, hier die Anspruchshaltung betreffend (Frontinus, Plinius d. Ä., Vespucci, de las Casas)
- haben Grundkenntnisse vom Einfluss und Wandel der Religionen (Fluchtafeln von Mogontiacum, Apuleius, Mätyrerakten)
- zeigen eine begründete Haltung zu Wandel und Kontinuität moralischer Fragen
Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- beherrschen verschiedene Methoden der Erweiterung und Festigung ihres Vokabulars
- systematisieren die Satzglieder und unterscheiden deren Füllungsarten sicher
- können grundlegende Methoden der Einzelsatz- und satzübergreifenden Erschließung sicher anwenden
- gebrauchen die deutsche Sprache durch sprachkontrastives Arbeiten Konjunktiv!) reflektiert
- können Gruppen-, Partner- und Einzelarbeit mit verschiedenen Präsentatiosformen sicher organisieren
Themen, Autoren, Texte
(jeweils fakultativ und in Auswahl)
- menschliches Verhalten im Spiegel lateinscher Texte:
Phaedrus, Fabulae
- Die Entdeckung und Eroberung der Neuen Welt im Spiegel lateinischer Texte:
- Vespucci, Mundus Novus
- Las Casas, Adversus persecutores et calumniatores gentium novi orbis ad oceanum reperti Apologia
- Sepulveda, De rebus Hispanorum gestis ad novum orbem Mexicumque; Apologia pro libro de iustis belli causis
- Geschichtsschreibung:
- Nepos, Hannibal (De viris illustribus)
- Res Gestae Divi Augusti. Das Monumentum Ancyranum
- Lyrik des Mittelalters:
Carmina Burana
Fakultatives
- Fachübergreifende Zusammenarbeit mit dem Fach Geschichte zum Thema lateinische Rezeption
- Römische Stadtgründungen in Deutschland mit Exkursion nach Köln, Trier, Xanten o.ä.
- Kreatives Schreibprojekt: Neugestaltung von Fabeln, evtl. in Zusammenarbeit mit den anderen Sprachfächern
- Ergänzende Lektüre didaktisierter Texte zum Thema Antike und Christentum
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Klasse 9 / Obertertia
Sprachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- beherrschen einen Grund- und Aufbauwortschatz von ca. 1500 Wörtern in thematischer und grammatischer Strukturierung
- besitzen vertiefte Kenntnis des Weiterlebens lateinischer Wörter in den romanischen Sprachen und im Englischen
- besitzen einen erweiterten Wortschatz im Deutschen und eine reflektierte Ausdrucksfähigkeit
- operieren weitgehend sicher mit den Begriffen "Grundbedeutung", "abgeleitete Bedeutung" und "okkasionelle Bedeutung"
- beherrschen den lateinischen Formenbestand und nutzen diese Kenntnisse für die Arbeit an mittelschweren Originaltexten
- unterscheiden sicher zwischen Wortart, Wortform und Wortfunktion und analysieren mit diesen Kenntnissen selbständig das vorgegebene sprachliche Material
- können komplexere Sätze sprachlich analysieren und ihre konstitutiven Elemente isolieren (Satzglieder, Gliedsätze, Satzkonstruktionen)
Textkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- können mittelschwere Originaltexte satzweise und satzübergreifend erschließen
- können mittelschwere Originaltexte kontextgemäß und zielsprachenorientiert übersetzen
- stellen Thematik, Inhalt und Aufbau der gelesenen Texte strukturiert dar
- können Textaussagen deuten und bewerten, speziell unter dem Aspekt der Leserlenkung
- erörtern Textaussagen im Vergleich mit heutigen Denk- und Lebensweisen (historische Kommunikation)
- tragen lateinische Texte unter Beachtung des Sinngehaltes vor
Kulturkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- nehmen wertend Stellung zu den in den Texten berichteten Ereignissen
- kennen in exemplarischen Fällen den Einfluss der Antike auf die europäische Kultur (Kontinuität und Wandel: Wahrnehmung fremder Völker, Problematik des bellum iustum)
- sind in der Lage zu einer Reflexion der fremden und der eigenen Situation
- besitzen Offenheit und Akzeptanz gegenüber anderen Kulturen
Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- können ein zweisprachiges Wörterbuch benutzen
- können ihren Wortschatz gezielt erweitern
- können in Bezug auf Sprachstrukturen sprachkontrastiv (L/D, L/E) arbeiten
- können die grammatische Terminologie sachgerecht anwenden
- können eine Systemgrammatik benutzen
- können zu ausgewählten Themen Informationen selbständig beschaffen, auswerten und präsentieren
- können segmentieren, klassifizieren, konstruieren, analysieren und semantisieren
Themen, Autoren, Texte
(jeweils fakultativ und in Auswahl)
- Geschichtsschreibung:
- Caesar, De Bello Gallico
- Sallust, Coniuratio Catilinae
- Liebesdichtung:
Catull, Carmina (Lesbia)
- Mythologie:
Catull, Carmen 64
- Römisches Alltagsleben:
- Plautus, Mostellaria
- Martial, Epigrammaton liber
- Plinius, Epistulae
- Petron, Cena Trimalchionis
- Spätantike und Christentum:
- Augustinus, Confessiones
- Plinius, Epistulae
- Vulgata
Fakultatives
- thematisch verbundene Exkursion
- Auswertung von lateinischen Weltkarten des 16. Jahrhunderts
- Neulatein im Stadtbild Düsseldorfs
- Altersgemäße Auseinandersetzung mit dem europäischen Kolonialismus
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Klasse 10 / Untersekunda
Sprachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- sind in der Lage, ihren lektürebezogenen Wortschatz (ca. 200-300 Wörter zusätzlich zum Grundwortschatz stetig zu erweitern
- sind in der Lage, ihren Wortschatz kontextbezogen anzuwenden
- sind in der Lage, ihre Kenntnisse von Wortschatz und Wortbildungsregeln bei der Kommunikation im Deutschen anzuwenden
- sind in der Lage, ihre Kenntnisse von Wortschatz und Wortbildungsregeln beim Erlernen moderner Fremdsprachen anzuwenden
- sind in der Lage, ihre an Textarbeit gefestigte Kenntnis von Formen und Syntax auf unterschiedliche Texte zu übertragen und die Oberflächenstruktur eines Textes zu beschreiben
- sind in der Lage, die Teile eines komplexen Satzes sicher zu isolieren und ihnen ihre Funktion zuzuweisen
- sind in der Lage, in komplexen Satzgefügen die verschiedenen Satzarten sicher zu erkennen und ihre Funktion zu bestimmen
- sind in der Lage, die für die Grammatik relevante Fachterminologie korrekt anzuwenden
Textkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- sind, darauf aufbauend, dass der Text die primäre Einheit sprachlicher Kommunikation ist und dass die Bedeutungsinhalte einzelner Sätze erst aus deren Beziehungen zueinander klar werden, in der Lage, anspruchsvolle Originaltexte zu erschließen, zu strukturieren und ihr Verständnis in einer sprachlich und sachlich angemessenen Übersetzung zu dokumentieren
- sind in der Lage, die für die Texterschließung und Übersetzung relevante Fachterminologie korrekt anzuwenden
- sind in der Lage, Originaltexte kursorisch zu lesen und zusammenzufassen
- sind in der Lage, das Textverständnis von Originaltexten durch Lesevortrag - vorzugsweise im Anschluss an eine Übersetzung - nachzuweisen
- sind in der Lage, einen gehörten Originaltext als Ganzes wie in einzelnen Elementen in wesentlichen Grundzügen zu verstehen und mit eigenen Worten wiederzugeben (Hörverständnis)
- sind in der Lage, anspruchsvolle Originaltexte in Bezug auf Textstruktur (einschließlich des Stils) und den geschichtlichen Hintergrund zu interpretieren
- sind in der Lage, sich mit Texten in ihrem historischen Kontext wertend auseinander zu setzen und dies für die eigene Persönlichkeitsbildung nutzbar zu machen
- sind in der Lage, die im Lateinunterricht erlernten und erworbenen Regeln, Prinzipien und Methoden auch zur syntaktischen, semantischen und stilistischen Erschließung, Analyse und Interpretation deutschsprachiger Texte bzw. von Texten in den modernen Fremdsprachen anzuwenden
- sind durch den permanenten Sprachvergleich, durch die stetige Sprachreflexion und durch die Anwendung der verschiedenen Methoden der Texterschließung in der Lage, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten mit Texten umzugehen, sowohl fächerverbindend als auch fachübergreifend, d.h. modellhaft einzusetzen (allgemeine Lesekompetenz)
Kulturkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- besitzen angemessene Kenntnisse auf wesentlichen kulturellen und historischen Gebieten der griechisch-römischen Antike und sind in der Lage, diese Kenntnisse für das Verständnis von Texten nutzbar zu machen und sachverständig in der Bewertung von Texten mit einzubeziehen
- sind in der Lage, sich mit verschiedenen Lebensentwürfen und kulturellen Traditionen wertend auseinander zu setzen und ihre Erkenntnisse für die persönliche Orientierung zu nutzen
Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- können die wesentlichen Methoden der Satzgrammatik zielgerichtet anwenden
- sind in der Lage, ihre Kenntnisse in Hypothesenbildung, problemlösendem Denken und kontrastiver Sprachbetrachtung für das Verständnis von Texten in der deutschen Sprache und den modernen Fremdsprachen nutzbar zu machen
Themen, Autoren, Texte
(jeweils fakultativ und in Auswahl)
- Mythologie:
- Ovid, Metamorphoses
- Catull, Carmen 64
- Liebesdichtung:
- Ovid, Heroides
- Ovid, Ars Amatria
- Rhetorik:
- Cicero, In Catilinam
- Cicero, In Verrem
- Cicero, In Antonium (Philippca)
- Cicero, Pro Archia Poeta
- Geschichtsschreibung:
Sallust,
Coniuratio Catilinae
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Vertiefungskurse
Gemäß den Vorgaben für die Vertiefungsfächer (§§ 8, 11 und 13 der Verordnung über den Bildungsgang und die Abiturprüfung, kurz APO-GOSt) gilt folgendes:
Der Vertiefungsunterricht zielt insbesondere auf die Weiterentwicklung und Sicherstellung der Kompetenzen, die für eine erfolgreiche Mitarbeit in der Qualifikationsphase erforderlich sind. Er ersetzt nicht Aufgaben des Regelunterrichts, sondern dient der "perspektivischen" Förderung im Blick auf in der Qualifikationsphase vorausgesetzte Kompetenzen. Vertiefungskurse verfügen somit über ein eigenes Curriculum und sind auf systematische Lernprogression ausgerichtet. Um flexibel und gezielt auf die Förderbedarfe der Schülerinnen und Schüler eingehen zu können, müssen die Angebote modular gestaltet werden, wobei der jeweiligen Fachkonferenz die Entscheidung über die fachlichen Schwerpunkte und die inhaltliche Ausgestaltung obliegt.
In der Konzeption der Vertiefungsfächer sind schriftliche Leistungsüberprüfungen (Klausuren) nicht vorgesehen, wohl aber geeignete Formen der Feststellung der Lernausgangslage und der Ergebnissicherung, die der Diagnose, nicht der Leistungsbeurteilung dienen. Auf Hausaufgaben sollte verzichtet werden, um eine Überforderung zu vermeiden. Die Benotung erfolgt gemäß VV zu § 13 APO-GOSt. An die Stelle der herkömmlichen Benotung treten qualifizierende Bemerkungen ("teilgenommen", "mit Erfolg teilgenommen", "mit besonderem Erfolg teilgenommen"). Ggf. müssen Leistungen von Schülerinnen und Schülern, die ihrer Teilnahmepflicht nicht nachkommen, als nicht beurteilt ausgewiesen werden. Unentschuldigte Fehlzeiten werden entsprechend auf dem Zeugnis vermerkt.
Um möglichst genau an den Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler ansetzen zu können, bietet es sich an, in verschiedenen Phasen eines Vertiefungskurses diagnostische Materialien einzusetzen. Hier ist sowohl eine Selbstdiagnostik der Lernenden als auch eine Diagnostik durch die Lehrenden wichtig. Lernfortschritte und Lernerfolge sowie Lernschwierigkeiten und Ansatzpunkte für eine sinnvolle Weiterarbeit lassen sich in Lerntagebüchern erfassen, indem individuelle Lernwege und Ergebnisse in chronologischer Abfolge sukzessive und regelmäßig dokumentiert werden.
Fachliche Kriterien für die Zuweisung zu den Vertiefungskursen werden von der Fachkonferenz festgelegt.
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Zuweisungskriterien
Maßgeblich sind die Noten der Schulhalbjahre 8.2 und 9.1 unter besonderer Berücksichtigung der schriftlichen Arbeiten.
- Sind die Leistungen schwach ausreichend, mangelhaft oder schlechter, ist die Teilnahme als verbindlich zu erachten.
- Sind die Leistungen ausreichend, liegt die Zuweisung im jeweiligen Ermessen der Fachlehrerin oder des Fachlehrers.
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Module
Im Fach Latein zeigen Erfahrungen in den Schulen, dass die leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler zwar über grundlegende, jedoch eher isolierte Kenntnisse in den Bereichen der Lexik, der Morphologie und der Syntax verfügen. Diese Schülerinnen und Schüler zeigen häufig Probleme bei der Identifizierung und adäquaten Wiedergabe grammatischer Phänomene im Satzganzen und bei der Aufschlüsselung eines komplexeren Satzgefüges mit Hilfe geeigneter Analysemethoden. Zudem mangelt es grundsätzlich auch an lexikalischer und morphologischer Sicherheit, andererseits an der erforderlichen methodischen Selbstständigkeit, um lateinische Originaltexte sicher de- und rekodieren zu können. Hypotaktische Strukturen stellen eine häufige Fehlerursache dar, da deren Rekodierung aufgrund der Unübersichtlichkeit des Satzgefüges als schwierig empfunden wird. Satzstrukturanalysen können oft nicht systematisch genug durchgeführt werden, sodass Gliederungssignale wie Subjunktionen übersehen und Haupt- und Gliedsätze vertauscht bzw. syntaktisch falsch fortgesetzt werden.
Bei schwächeren Schülerinnen und Schülern machen - trotz des Einsatzes eines zweisprachigen Wörterbuches - Vokabel- und Vokabelbedeutungsfehler oft einen Großteil der Gesamtfehlerzahl in den schriftlichen Leistungen aus. Vokabelfehler führen auch zu unerlaubten Veränderungen am Ausgangstext, z. B. wenn Schülerinnen und Schüler versuchen, Kasusendungen und Konstruktio-nen und somit die Syntax des Originaltextes den eigenen Vokabelvorstellungen anzupassen. Der selbstständige Einsatz des Wörterbuches, vor allem in Klassenarbeiten und Klausuren, stellt oft ein erhebliches Problem dar und führt zu sinnentstellenden Übersetzungen, da die Schülerinnen und Schüler häufig kontextuell nicht passende Vokabelbedeutungen wählen, die weiterführenden Anga-ben des Wörterbuches (z. B. Zeichen, Siglen und Abkürzungen) nicht sachangemessen deuten oder die deklinierte bzw. konjugierte Form aufgrund fehlender morphologischer Sicherheit nicht sach-angemessen auf die Lemmata zurückführen können.
Aufgrund dieser Beobachtungen werden folgende Module behandelt, wobei jedes Halbjahr je ein Modul aus dem Bereich der Semantik und ein Modul aus dem Bereich der Syntax umfasst, damit dem Umstand Rechnung getragen wird, dass Schülerinnen und Schüler mit einem hohen Förder- und Angleichbedarf zum Halbjahr das Vertiefungskurs-Fach wechseln können:
- Modul 1: "Martial - Menschliches Allzumenschliches": Kompetenzorientiertes Arbeiten im Bereich der Morphologie am Beispiel ausgewählter Epigramme Martials
- Modul 2: "Hass als Leit(d)motiv des Lebens": Kompetenzorientierte Satzanalyse am Beispiel der Hannibal-Vita des Cornelius Nepos
- Modul 3: "Die Entdeckung der Neuen Welt - Segen oder Fluch für die Menschheit?": Kompetenzorientierter Umgang mit satzwertigen Partizipialkonstruktionen am Beispiel ausgewählter Textstellen lateinischer Literatur der Renaissance
- Modul 4: "Die Macht der Gefühle"- ein zentraler Bestandteil antiker und heutiger Welterfahrung: Kompetenzorientierte Wortschatzarbeit an ausgewählten Textstellen aus Ovids Ars amatoria.
Weitere satzwertige Konstruktionen (AcI, AcP, NcI, Gerundium, Gerundivum) sowie ggf. andere bedarfsorientierte Schwerpunkte werden anhand zusätzlicher Arbeitsmaterialien wiederholt und gefestigt.
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© FK Latein des Städt. Görres-Gymnasiums Düsseldorf