Goerres-Eule
Hinterglasbild, Jodie, 6a, 2009-10

 

Städtisches Görres-Gymnasium Düsseldorf

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Curriculum Griechisch G8 für das Görres-Gymnasium Düsseldorf

Für die Gestaltung des Griechischunterrichts sind die in den Richtlinien festgelegten 4 Bereiche des Faches von größter Bedeutung.

1. Bereich: Griechische Sprache und Methoden der Texterschließung

Im Griechischunterricht der Sekundarstufe I stehen von Anfang an sprachliche und inhaltliche Aspekte nebeneinander: Die Arbeit an griechischen Texten verlangt grundlegende Kenntnisse im Bereich des Wortschatzes, der Formen- und der Satzlehre. Sie erschöpft sich aber nicht in der Übersetzung einzelner griechischer Sätze, sondern führt dazu, dass die Schülerinnen und Schüler sich umfassendere Zusammenhänge bewusst machen. Deshalb ist die Kenntnis wichtiger Methoden der Texterschließung und ihre Anwendung an inhaltlich geschlossenen Texten wesentlicher Bestandteil des Unterrichts. Die in der Sekundarstufe I erlangten Kenntnisse und Fertigkeiten müssen notwendigerweise auf Wesentliches begrenzt bleiben und im späteren Lektüreunterricht noch erweitert und vertieft werden.

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2. Bereich: Griechische Kultur und Geschichte

Der Bereich Griechische Kultur und Geschichte ist in die sprachliche Arbeit integriert. Indem er zu einem anschaulichen Bild der griechischen Welt und ihres Einwirkens auf die europäische Kultur verhilft, erhellt, ergänzt und vertieft er die im Unterricht behandelten Texte. Dieser Bereich bestimmt den Griechischunterricht in seiner Gesamtheit, in den Jahrgangsstufen 8 und 9 hat er natürlich nur einführenden Charakter. Es gibt in dem Unterrichtswerk eine Fülle griechischer Texte, die dem jeweiligen sprachlichen Vermögen der Schülerinnen und Schüler angemessen sind und gleichzeitig bedeutsame Inhalte aus diesem Bereich vermitteln.

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3. Bereich: Antworten der Griechen auf Grundfragen des menschlichen Lebens

Durch die Auseinandersetzung mit Texten, die wesentliche Bereiche menschlichen Denkens und Handelns beschreiben, werden die Schülerinnen und Schüler zu vertiefter Einsicht in Grundlagen des menschlichen Lebens geführt und lernen Lösungsversuche der Griechen kennen. Bei aller historischen und kulturellen Distanz der Inhalte können die Schülerinnen und Schüler auch schon in den Jahrgangsstufen 8 und 9 bis zu einem gewissen Grade den exemplarischen Charakter der in den Texten enthaltenen Fragen erfassen. Aus der Beschäftigung mit entsprechenden Inhalten können sie Hilfen bei der Bestimmung eines eigenen Standortes bzw. Impulse für die eigene Lebensgestaltung bekommen.

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4. Bereich des Faches: Elementare wissenschaftliche Verfahrensweisen

Die griechische Sprache verfügt zwar über einen außerordentlich großen Formenreichtum, die einzelnen Wortformen bleiben jedoch stets durchschaubar, weil sie aus einer begrenzten Zahl immer gleicher Bestandteile (Morpheme) zusammengesetzt sind. Das Erkennen der Einzelformen anhand dieser Morpheme und ihrer Funktion im Satz, das Übersetzen und Interpretieren sind konstitutive Bestandteile des Griechischunterrichts. Diese Verfahrensweisen erfordern und fördern Denkoperationen und Haltungen, die nicht nur in den Geisteswissenschaften, sondern auch in den Naturwissenschaften unverzichtbare Arbeitsgrundsätze darstellen. Insofern ist Griechischunterricht in besonderem Maße wissenschaftspropädeutischer Unterricht. Dabei baut er auf den Kenntnissen und Fertigkeiten auf, die die Schülerinnen und Schüler beim Erlernen von zwei Fremdsprachen erworben haben (Erweiterung der Fähigkeit zur Transferleistung). Zudem nutzt er den Umstand, dass sie nun ein gesteigertes Abstraktionsvermögen und ein höheres Anspruchsniveau besitzen. Es kommt noch hinzu, dass die selbständige Arbeit mit de umfangreichen, in einer komplexen Fachsprache geschriebenen Grammatik ARS GRAECA, die Auswertung von Kommentaren zu Texten und Abbildungen sowie der durchaus komplizierte Umgang mit dem Lexikon die Schülerinnen und Schüler befähigen, Hilfsmittel sinnvoll zu benutzen.

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SEKUNDARSTUFE I

Der Griechischunterricht der Sekundarstufe I ist im Wesentlichen geprägt durch den Spracherwerb. Dieser erfolgt mit einem neuen Lehrwerk. Am Ende der Sekundarstufe I sollte der Spracherwerb in allen wesentlichen Punkten abgeschlossen sein.

Klasse 8 / Untertertia

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Klasse 9 / Obertertia

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Allgemeines zur Sekundarstufe I:

Die Arbeit mit den Lehrbüchern

Nach einer Einführung in die griechische Schrift und in die Akzentregeln werden anhand der einzelnen Kapitel des Lehrbuchs schrittweise die griechische Grammatik und Wortkunde erarbeitet und bei der Arbeit mit dem Grammatikbuch gefestigt und vertieft. (1. und 4. Bereich des Faches). Die einzelnen Lesestücke sind zunächst adaptierte, später originale Texte aus allen Bereichen der griechischen Literatur, wobei allerdings ein gewisser Schwerpunkt auf der Philosophie liegt. Alle diese Texte werden sorgfältig übersetzt, wobei im Laufe der Zeit mehrere Übersetzungsmethoden geübt und bewußt gemacht werden sollten (1. Bereich des Faches), und dahingehend interpretiert, dass sowohl ihre immanente Aussage als auch der literarische und historische Zusammenhang, in dem sie stehen, deutlich werden (2. Bereich des Faches). Daneben ergibt sich immer wieder die Gelegenheit, in einer Diskussion Gegenwartsbezüge herzustellen (3. Bereich des Faches).
Eine Einführung in die griechische Geschichte und Kultur erfolgt nicht nur anhand der Texte und der zugehörigen Abbildungen, sondern ausführlicheren Informationsstücken zu wichtigen Bereichen (z.B. das griechische Theater, die Demokratie in Athen, Handel und Wirtschaft etc.). Die dort vermittelten Kenntnisse können natürlich durch die Arbeit mit entsprechenden Sachbüchern erweitert werden, wobei sich gerade hier gute Einsatzmöglichkeiten für Referate bieten (4. Bereich des Faches).

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Die erste Lektüre eines zusammenhängenden Textes

Die Richtlinien für das Fach Griechisch empfehlen (S. 105) nach Möglichkeit bereits am Ende des zweiten Lernjahres die Lektüre eines zusammenhängenden Textes oder sogar einer Ganzschrift. Das ist in der Regel nur möglich, wenn der letzte Teil der Lehrbucharbeit in die Lektüre verlagert wird, die restlichen Grammatikpensen also losgelöst vom Lehrbuch parallel zur Lektüre behandelt werden.
Die Richtlinien schlagen eine Fülle von Schriften vor, die sich für die Anfangslektüre eignen. Als zusammenhängende Texte werden hier z.B. Xenophon, Anabasis III (i.A. Xenophons Bewährung), Xenophon, Kyropädie V,1; 3; 4; VII,3 (i.A. Die Treue der schönen Pantheia) genannt und als Ganzschrift z.B. Lysias, Rede 24 (Die Rente des Behinderten).

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Klassenarbeiten

Pro Halbjahr werden zwei Klassenarbeiten geschrieben. Die Arbeiten bestehen jeweils aus zwei Teilen, dem Text, der übersetzt werden muss, und Fragen bzw. Aufgaben zur Grammatik des Textes, zu seinem Inhalt und zu seinen Beziehungen zu anderen bereits im Unterricht bearbeiteten Texten. Daneben aber sind auch schriftliche Übungen zu Themen der Wortkunde, Grammatik, der griechischen Kultur und Geschichte durchaus möglich und sinnvoll.

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Beziehung zum Oberstufenunterricht

Auch wenn die Lektüre bedeutender Werke der griechischen Literatur in der Oberstufe das Ziel des Unterrichts in der Sek. I bleibt, so ist der Unterricht in den beiden ersten Jahren doch auch eine in sich abgeschlossene Einheit, die denjenigen, die das Fach in der Jahrgangsstufe 10 abwählen, einen nachhaltigen Eindruck von der griechischen Sprache, Literatur und Kultur vermittelt.

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SEKUNDARSTUFE II

In der Sekundarstufe II sollen die Früchte der Spracherwerbsphase geerntet werden: nach Abschluss der Arbeit mit dem Lehrwerk geht man nun zur Originallektüre über. Es sollte sich in einer Übergangsphase noch um minimal didaktisierte Texte, bald aber um echte Originallektüre handeln. Schwerpunkt des Griechischunterrichts in der Oberstufe ist die Interpretation der Lektüretexte und ihre Einbettung in ihren historischen und geistesgeschichtlichen Hintergrund.
Das Lexikon als Hilfsmittel sollte eingeführt sein. Die Schüler sollten an den Umgang mit einer Systemgrammatik gewohnt sein (Grammateion oder Ars Graeca). Die Anwartschaft auf das Graecum wird am Ende der Jgst. 12 bei mind. ausreichenden Leistungen erworben.

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Die im Rahmen der Richtlinien für die Sekundarstufe I festgelegten vier Bereiche behalten prinzipiell auch für den Griechischunterricht in der gymnasialen Oberstufe Gültigkeit. Mehr jedoch als in der Sek. I steht für die Schüler in der Begegnung mit den griechischen Originaltexten die existenzielle Dimension im Mittelpunkt des Interesses, von der in diesen Texten die Rede ist. Aufgrund der Kenntnisse, die die Schüler auch in anderen Bereichen erworben haben, können sie im übrigen die umfassende Wirkung der griechischen Tradition in die abendländische Kultur hinein bewusster und eigenständiger wahrnehmen.

In den Werken der griechischen Autoren begegnen in einer ganz besonderen Vielfalt die Prototypen zahlreicher literarischen Gattungen, andererseits viele Fragestellungen und Wertbegriffe in einer im wörtlichen Sinne "originalen" Weise. Durch eine vergleichende Betrachtung von Texten aus verschiedenen Epochen kann exemplarisch verdeutlicht werden, wie sich das Verständnis des Menschen von sich selbst und sein Verhältnis zu seiner Umwelt verändert hat. Dadurch wird das Augenmerk auf allgemeine und universelle Fragestellungen gerichtet. Die Arbeit im Griechischunterricht tendiert also prinzipiell dazu, in fachübergreifenden und fächerverbindenden Fragestellungen die Weiterentwicklung von Gedanken und deren Wirkungen zu verfolgen. Die Arbeit an griechischen Texten von ganz unterschiedlichem Komplexitätsgrad fördert schließlich in besonderem Maße das Sprachempfinden und die sprachliche Ausdrucksfähigkeit der Schülerinnen und Schüler. In der an jedem neuen Text immer von neuem geforderten Untersuchung der Semantik und Syntax und in der Wahrnehmung der vielfältigen Möglichkeiten der Nuancierung und Differenzierung werden Inhalt und Bedeutung der griechischen Textstelle erfasst und in einem Akt produktiver Spracharbeit in einer Übersetzung wiedergegeben. Dabei stellt es eine besondere Leistung dar, den Ausdrucksmöglichkeiten der griechischen Sprache in der deutschen Übersetzung möglichst nahe zu kommen, ohne die Gesetzmäßigkeiten und das Stilempfinden in der deutschen Sprache zu vernachlässigen.

Das Fach Griechisch in der gymnasialen Oberstufe leistet auf diesem Wege in Fortführung der Methodenschulung, wie sie im Lehrplan für die Sekundarstufe I. beschrieben ist, auch in einem allgemeinen Sinne einen wesentlichen Beitrag zur Beherrschung von Methoden: In der Erschließung der fremdsprachlichen Texte fordert der Griechischunterricht immer wieder dazu heraus, die Oberflächenstruktur eines (griechischen) Textes zu analysieren und die Funktion der sprachlichen Phänomene in ihrem Verhältnis zueinander und zum Inhalt zu ermitteln. Die Vielfältigkeit der griechischen Sprache bietet dazu besonders reichhaltiges Material. Gegenstand dieser Analyse sind Morphologie, Syntax und die Textelemente, die kohärenz-, struktur- und sinnstiftend wirken.

Die Interpretation auf verschiedenen Stufen der Texterschließung und des Übersetzungsvorgangs stellt zudem einen Akt des Philosophierens dar, in dessen Verlauf immer wieder vergleichend ein Zusammenhang zwischen den Lebenserfahrungen der Schülerinnen und Schüler und dem Anspruch des Autors des Textes hergestellt wird. Der Erfolg dieser Arbeit an griechischen Texten setzt Methode voraus, wenn das Ergebnis die Stufe des bloß Subjektiven übersteigen, wiederholbar und vermittelbar sein soll. Wo dieses Bemühen gelingt, findet die Erweiterung des Horizontes des jungen Menschen statt, und damit Bildung.

Den von den Richtlinien vorgesehenen fünf Bereichen des Faches Griechisch sind 7 Rahmenthemen zugeordnet, die ihrerseits in "mögliche Abschnittsthemen" untergliedert werden. Die 7 Rahmenthemen lauten:

Während es sich bei den Rahmenthemen um "Jahresthemen" handelt, verteilen sich in der Regel zwei Abschnittsthemen auf ein Kursjahr. Zur Veranschaulichung werden mögliche Abschnittsthemen zum Rahmenthema 1 vorgestellt:

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Rahmenthema 1: Theologisches und philosophisches Denken bei den Griechen

Mögliche Abschnittsthemen:
Mythische und rationale Gottesvorstellungen

Mögliche Frageperspektiven:

In welchem Verhältnis stehen die Götter zu den Menschen? Sind immer die Götter die Verursacher menschlichen Leids? Dürfen die Götter menschliche Frevel ungeahndet lassen? Wie hat sich die Welt aus dem Chaos entwickelt? Kann/darf es unter den Göttern Uneinigkeit über ethische Normen geben? Was heißt "fromm" sein?

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Rahmenthema 4: Fragen von Erziehung, Bildung und Wissenschaft

Sokrates - Ein Epoche machender Philosoph

Mögliche Frageperspektiven: Warum kann Sokrates nicht als Naturphilosoph, Sophist oder Atheist bezeichnet werden? Hatte das delphische Orakel hinsichtlich der sophia des Sokrates Recht? Worin sah Sokrates seine Lebensaufgabe? Wie sah Sokrates sein Daimonion? Warum war für Sokrates die Angst vor dem Tode unbegründet? Wie ging Sokrates in seinen Gesprächen methodisch vor? Braucht eine Gesellschaft Außenseiter wie Sokrates?

Wesensbestimmungen der Philosophie bei Platon

Mögliche Frageperspektiven: Wieso bedeutet wahre Philosophie ein ständiges Streben nach dem Tode? Inwiefern kann nur die Philosophie den Weg in die Welt der Ideen bis hin zur Schau des Guten ebnen? Warum kann sich der Mensch nur über den Weg der Philosophie dem Göttlichen annähern? Verschließt die Philosophie dem Menschen den Blick für die Realität und macht sie ihn weltfremd?

Nomoskritik. Relativierung der Moral und rationale Ethik

Mögliche Frageperspektiven: Kann der Nomos ein Tyrann sein? Muss sich die Herrschaft der persönlichen Willkür als natürliches Recht an Rechtssatzungen halten? Gibt es lediglich unter Gleichgestellten Recht? Wie wird Sklaverei von der Antike bis in die Neuzeit gerechtfertigt? Werden in Kriegen moralische Werte bedeutungslos? Erreicht nur der Tugendhafte das Glück?

Die Vorsokratiker und die sophistische Aufklärung und ihre Kritik durch Sokrates und Platon

Mögliche Frageperspektiven: Ist der Mensch das Maß aller Dinge? Gibt es eine objektive Erkenntnis? Haben die Vorstellungen eines jeden Individuums gleichen Anspruch auf Richtigkeit und Wahrheit? Existiert ein Sein? Gilt in der Politik Überreden mehr als Überzeugen? Rhetorik und Gerechtigkeit - ein Widerspruch? Darf der Nutzen des Stärkeren Rechtsnorm sein? Ist Unrecht tun schlimmer als Unrecht leiden? Gilt das natürliche, ungeschriebene Recht mehr als Menschensatzung und überlieferter Brauch? Welche Voraussetzungen muss der Mensch erfüllen, um glücklich zu sein?

Vorsokratische Naturphilosophie im Kontrast zur modernen Naturwissenschaft

Mögliche Frageperspektiven: Was ist der Ursprung/Urgrund allen Seins? Gibt es nur Sein oder nur Werden? Was ist Materie? Was sind Atome? Welche Eigenschaften haben sie? Steht die moderne Naturwissenschaft in ihrem Methodenverständnis "auf den Schultern" der Griechen?

Die Seelenlehre bei Platon und Aristoteles

Mögliche Frageperspektiven: Was ist die Seele? Welche Kräfte zeigen sich in ihr und wie ist deren Verhältnis zueinander? In welcher Beziehung stehen Seele und Körper zueinander? Was geschieht mit der Seele nach dem Tod des Menschen? Wieso ist Lernen Wiedererinnerung?

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Kursangebot/Erwerb des Graecums

Das Fach Griechisch wird am Görres-Gymnasium als Grund- oder Leistungskurs unterrichtet und kann damit selbstverständlich Abiturfach sein. Im jeden Halbjahr werden zwei Klausuren, bestehend aus Übersetzung und Interpretation, geschrieben, wobei in der Jahrgangsstufe 12 eine Klausur durch die "Facharbeit" ersetzt werden kann. Nach erfolgreichem Abschluss der Jahrgangsstufe 12 (mindestens mit Note 4x) wird den Schülerinnen und Schülern das Graecum zuerkannt.
In die Abiturbewertung kann auch eine sogenannte "besondere Lernleistung" einfließen, die z.B. durch die Teilnahme an einem Wettbewerb wie dem Certamen Carolinum (Aachen) erbracht werden kann, an dem einige unserer Schüler und Schülerinnen schon mit Erfolg teilgenommen haben.

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Leistungsüberprüfung/Leistungsbewertung

Aufgabentypen, die zur Ermittlung der o.g. Kompetenzen dienen können, und ihre Bewertung: Eine schrifliche Leistungsüberprüfung besteht in der Regel aus einem zu übersetzenden Text und sich daran anschließenden Fragen. Selbstverständlich schließt der Text formal und inhaltlich an bereits im Unterricht gelesene Texte an. Die Fragen beziehen sich einerseits auf sprachlich-stilistische andererseits zunehmend auf inhaltliche Themen. Es wird dabei darauf geachtet, dass alle oben genannten Bereiche angemessen berücksichtigt werden.
Zu Beginn des Griechischunterrichts fällt bei der Leistungsbewertung die Sprachkompetenz prozentual am meisten ins Gewicht (3:1); mit zunehmendem Spracherwerb gewinnen die Text-, Kultur- und Methodenkompetenz an Gewicht (2:1).

Es ist den Griechischlehrern am GG ein besonderes Anliegen die Inhalte der neuen Kernlehrpläne umzusetzen, da der Nachdruck, den diese auf den Erwerb von Kompetenzen legen, sich widerspiegelt in unserer Auffassung, dass Griechisch das Fach ist, in dem man paradigmatisch lernen kann: Sprache, Philosophie, Geschichte, Literatur, Soziologie, Kunst ...
(und nicht das Fach, in dem man Formen über Formen lernen muss!)

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© FK Griechisch des Städt. Görres-Gymnasiums Düsseldorf