Goerres-Eule
Hinterglasbild, Jodie, 6a, 2009-10

 

Städtisches Görres-Gymnasium Düsseldorf

Humanistisches Gymnasium seit 1545

 

 

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Griechisch

Griechisch am Görres-Gymnasium

Wozu Altgriechisch?
Das spricht doch keiner mehr!

Dieser Einwand geht am Ziel des Faches vorbei. Es ist so, als ob einer sagt: "Ferrari fahren? Der hat doch gar keinen Kofferraum!"

Altgriechisch lernt man nicht, um irgendwo nach dem Weg oder der Uhrzeit fragen zu können.
Und trotzdem findet Kommunikation statt:
Wir fragen die ersten Philosophen Europas nach dem Urgrund des Seins, wir fragen die ersten Historiker Europas nach dem Beginn der Auseinandersetzungen zwischen Ost und West, wir fragen die Dichter nach dem Kampf um Troja.
Und sie antworten uns - durch die ungeheure Zeit von 2500 Jahren hin. Und diesen Antworten hat die Zeit nichts anhaben können. Sie sind so aktuell wie nur je.

Denn sie bilden bis heute die Wurzeln Europas.

Große gedankliche Leistungen brauchen ein Vehikel, eine Sprache, die das Gedachte in Worte fassen kann. Und so ist das Altgriechisch eine Sprache, die zu den ausdrucksreichsten der Welt zählt.

Auf dem Görres-Gymnasium wird Griechisch unterrichtet, seit es die Schule gibt. Seit 1545. (Schullogo?) Früher war das Griechische - wie das Lateinische - maßgeblicher Bestandteil des Fächerkanons eines jeden Gymnasiums. Heute, nach vielen, vielen Schulreformen, bieten nur noch ausgewählte Gymnasien humanistischer Tradition dieses Fach an. Nur noch 5% aller deutschen Schüler können Altgriechisch lernen. Hier am Görres wird Ihren Kindern also etwas geboten, was auf dem freien Markt eigentlich so gut wie nicht mehr zu haben ist.

Die Erfahrung zeigt, dass die SchülerInnen sich leicht begeistern für die Antike und die alten Sprachen. Dass die Eltern hingegen überlegen, ob sich die Investition von Zeit und Mühe lohnen wird. Was ihr Kind davon hat, Altgriechisch zu lernen, was ja etwas unmodern ist. Und vor allem: Sie haben Angst, dass Ihr Kind etwas Neusprachliches verpasst, wenn es sich für etwas Altsprachliches entscheidet. Zu diesen zwei Bedenken zwei Antworten:
Unsere sehr engagierten Französischkolleginnen bieten einen Zusatzkurs Französisch an für die Schüler, die Griechisch wählen. Damit sie nicht nur mit einer gesprochenen Sprache ins Leben ziehen müssen. Und damit sie, bei Neigung und Eignung, bis zur Oberstufe soweit sind, dass sie in die entsprechenden Kurse einsteigen können. Wir Griechen sind sehr dankbar für dieses Engagement und die Schüler nehmen es dankbar an. Das heißt, Griechisch wählen muss nicht heißen Französisch verpassen.
Welchen Nutzen hat das Griechische für sich? Ein Graecum auf dem Abiturzeugnis macht oft den entscheidenden Unterschied aus, der Universitäten dazu bewegt, sich eben für diesen Bewerber zu entscheiden und nicht für die hundert anderen.
Ebenso bei Personalchefs, für die ein Graecum im Lebenslauf oft ein Anlass ist für die Vermutung, dass es sich bei dem Kandidaten um eine tüchtige, intelligente und individuelle Persönlichkeit handelt. Das wissen wir von unseren Ehemaligen, dass der Nimbus des Griechischschülers ihnen in Bewerbungssituationen zum Vorteil gereichte.
Für viele Ausbildungsgänge ist ein Kulturwissen, wie es der Griechischunterricht vermittelt, von Vorteil: und damit meine ich nicht solch eher abgelegene Fächer wie Theologie oder Archäologie.
Griechischfans wie Günther Jauch, dessen Arbeitgeber ja nun wirklich nicht humanistisch beseelt ist, Richard von Weizsäcker, der zwischen Rechtswissenschaften und Politik zu Hause ist, der Naturwissenschaftler Albert Einstein, und viele andere ... haben immer wieder betont, dass es etwas mehr sein darf für den Erfolg als das nackte Fachwissen.
Bildung und Ausbildung sind zwei verschiedene Dinge.
Für eine Ausbildung ergreift man konkrete Maßnahmen für konkrete Ziele. Bildung hingegen: Das ist das Fundament, der Background, das, was Türen öffnet. Bildung ist auch Luxus.

Altgriechisch ist Luxus.

Das humanistische Görres-Gymnasium bietet ihn.

Seit 1545.

Fakten

Beginn Griechisch:im Wahlpflichtbereich der Jgst. 8
Erwerb des Graecums:am Ende der Jgst.12 (bei mindestens ausreichenden Leistungen)
Inhalte:Lehrbucharbeit Jgst. 8-10.1; anschließend Lektüre (Herodot, Xenophon, Homer, Platon ...)
Projekte: 
Projekttage "Homer und mehr"Projekttage 'Homer und mehr'
Exkursion Homerausstellung MannheimKatalog der Homer-Ausstellung
Studienfahrten nach Griechenland 
  
Wettbewerbe:Aus der Welt der Griechen
 Certamen Carolinum
 Sprachenwettbewerb
  
Die Fachschaft Altgriechisch: 
Georg Biskupek
(Griechisch, Musik, katholische Religion)
Georg Biskupek
Dr. Ulrich Hamm
(Griechisch, Lateinisch, katholische Religion)
Dr. Ulrich Hamm
Riccarda Schreiber
(Griechisch, Lateinisch)
[Bild folgt]
  
Unsere Referendare:
Claus Bartoszek
(Griechisch, Lateinisch)
 
Dr. Afrodite Georgiou
(Geschichte, Griechisch)