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Projekt 'Süchtig?'

Rede zur Ausstellungseröffnung [Christiane Brandt]

 

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"Projekt 'Süchtig?'"

[Klassen 8a, 8c, 8d/2008-09 - Christiane Brandt & Shirin Merchak]

Rede zur Ausstellungseröffnung [Christiane Brandt]

Rede zur Ausstellung zum Thema Sucht
am 14.05.2009

Sehr geehrte Ausstellungsbesucher,
Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kollegen, liebe Freunde, Besonders begrüße ich Frau Piatkowski, die Gründerin des Vereins 'Kunst gegen Sucht'

wir freuen uns sehr, dass Sie so zahlreich erschienen sind!

Wir kommen hier zusammen, um Suchtprävention zu unterstützen. Der Verein 'Kunst gegen Sucht' widmet sich einem gesellschaftlichen Problem, das - oft im Verborgenen - großen seelischen und körperlichen Schaden anrichtet und wertvolle Menschen zugrunde richtet.
Der Verein, gegründet von Frau Piatkowski organisiert und unterstützt Präventivmaßnahmen, die helfen, ein Hinabgleiten in eine Sucht zu verhindern.
Seit der Gründung sind schon eine ganze Reihe von Kontakten geknüpft und Initiativen in Gang gesetzt worden. Frau Piatkowski betreibt ihr Anliegen mit viel Energie und vielen guten Ideen. Auf der Website www. kunst-gegen-sucht.de können Sie mehr darüber lesen.
Ein großes Lob und Dank für Ihren Einsatz, Frau Piatkowski!

Vor ca. 1 1/2 Jahren stellte sich mir Frau Piatkowski mit ihrem damals soeben gegründeten Verein vor. Die Ziele des Vereins überzeugten mich und ich beschloss, ihn mit einem Kunstprojekt und einer Ausstellung zu unterstützen. Zu Beginn des Schuljahres wandte ich mich deshalb auch an meine Kollegin Frau Shirin Merchak. Wir beide unterrichteten die achten Klassen des Görres-Gymnasium im Fach Kunst.
Auch sie war sofort von der Projektidee angetan.
Drei der vier achten Klassen wollten sehr gerne mitmachen. Frau Merchak unterrichtete die 8a und die 8c. Ich unterrichtete die 8d.
Das zur Vorgeschichte.

Nach einer 1 ½ stündigen Einführung der Schülerinnen und Schüler in die Thematik durch eine Suchttherapeutin der Diakonie, begann die Entwurfsphase.
In den Klassen 8a und 8c entstanden Bilder, Plakate, Comics und Fotos zu dem Thema.
Die 8d hat Antisuchtplakate entworfen.
Sucht hat viele Gesichter. Das wohl am meisten verbreitete Problem ist der Alkohol.
Die Einnahme von Drogen jeglicher Art geht meist mit einem Suchtverhalten einher.
Aber auch der Konsum von Zigarretten oder Tabletten können sich leicht zu einer Sucht ausweiten. Auch der Umgang mit dem Internet kann Suchtcharakter bekommen.
Durch Spielsucht hat sich schon so mancher finanziell zugrunde gerichtet. Auch die gesundheitsgefährdenden Essstörungen, wie Mager- oder Esssucht gehören zu dem Thema, das uns von da ab im Kunstunterricht beschäftigte.

In jedem Falle bedeutet süchtiges Verhalten die Kontrolle über das eigene Handeln zu verlieren: Verlust von Freiheit mit meist massiv selbstzerstörerischen Auswirkungen.
Das ist allen Schülerinnen und Schülern klar geworden und das war das Thema, dass sich uns allen stellte. und das in vielen Facetten von den Schülern bearbeitet wurde.
Nach einer langandauernden Entwurfsphase, in der Ideen hin und her gewendet, Kompositionen erprobt und wieder verworfen wurden, entstanden Bilder, die auf höchst unterschiedliche, sehr eindringliche und kreative Weise aufzeigen, wie groß das Leid und die Zerstörungsgewalt ist, die mit einem Suchtverhalten einher gehen.
Frau Merchak und ich sind sehr beeindruckt, zu welchen Leistungen Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 Jahren im bildnerischen Tun fähig sind.
Die Schüler haben erfahren, wie durch das Entwickeln einer klugen Bildidee und den gut aufeinander abgestimmten Einsatz von bildnerischen Mitteln eine intensive, den Betrachter bewegende, aussagekräftige Gestaltung über menschliche Existenzerfahrungen entstehen kann. Welche Farbe zeigt am besten, wie bitter die Erfahrung ist, über die ich mich äußern will? Wie muss die Schrift aussehen, damit sie zum Inhalt passt? Wie kann ich in einer Komposition das Gefangen-Sein und das Zwanghafte am besten deutlich machen?
Wie kann ich zeigen, dass jemand durch Zigarrettenkonsum getötet werden kann. Lasse ich ihn z.B. als Asche im Aschenbecher landen? Und wie mache ich das, damit das überzeugend verständlich wird? Oder lasse ich kleine Zigarrettenstummel auf einer Lunge herumtollen und diese zerstören?
Es war richtig spannend, den ganzen Entwurfsprozess zu begleiten. Am Anfang wurden viele Ideen aufgezeichnet und die besten eingekreist, die weiter bearbeitet werden sollten.
Ihr habe viele sehr starke Bilder geschaffen! Ich muss Euch sehr loben. Das habt Ihr ganz toll gemacht.
Für die beiden Ausstellungseinladungs-Entwürfe danke ich Leon Plecity und Thirawat Zachary!
Super habt Ihr das gemacht!

Jetzt hoffen wir sehr, dass dem Verein 'Kunst gegen Sucht' durch unseren Einsatz ein kräftiger Geldsegen zuteil wird. Dass heißt, wir hoffen, dass alle Bilder verkauft werden.
Wir haben mit den Schülern vereinbart, dass ein Mindestkaufpreis von 15,-€ pro Bild gerechtfertigt wäre. Sie werden mir sicher zustimmen, dass Ihre Begeisterung für das ein oder andere Bild weit mehr als 15,-€ wert ist. Selbstgewählte Preiserhöhungen sind daher willkommen!
Jedes Bild ist mit dem Namen des oder der Hersteller versehen und hat zusätzlich eine Nummer. Wenn Sie sich für ein oder mehrere Bilder entschieden haben, nennen Sie die entsprechenden Nummern den beiden Schülerinnen an diesem Tisch. Sie zahlen, unterschreiben und werden als neuer Besitzer des Kunstwerkes eingetragen.
Ab 21.00 Uhr dürfen die Bilder mitgenommen werden.
Wer in engen verwandtschaftlichen Verhältnissen zu den Bilderherstellern steht, kann sich das Bild auch noch nach ein paar Tagen bringen lassen. Die neuen Besitzverhältnisse sind schriftlich festgehalten, da kann nichts passieren. Dann könnten die Bilder noch eine Weile ausgestellt sein, das wäre sehr viel schöner.
Natürlich sind Spenden auch ohne den damit verbundenen Erwerb eines Bildes willkommen.
Die Körbe stehen bereit!
Für die Spende des Gebäcks danken wir der Bäckerei Hinkel, die zu den inzwischen schon vielen Sponsoren gehören, die den Verein tatkräftig unterstützen. Für unsere Aktion danke ich auch besonders dem Grafiker Herrn Andreas Gaus, der sich um Druckvorbereitung und Druck der Einladungskarten gekümmert hat. Der Webdesignerin gebürt herzlicher Dank dafür, dass sie unsere Bilder auf die Website des Vereins gestellt hat.
Dann danke ich allen Schülern, die beim Aufbau der Ausstellung geholfen haben.
Ich danke auch besonders Frau Merchak, die inzwischen an einer anderen Schule arbeitet und mit Lino Achenbach, Max Löbbert und mir am Samstagvormittag in der Schule Bilder aufgeklebt hat.
So : ich hoffe sehr, dass wir alle zusammen mit diesem Projekt und dieser Ausstellung einen kleinen Beitrag zur Linderung, oder besser - im Sinne einer Prävention - zur Vermeidung von Schmerz und Leid beisteuern können. Ich wünsche Ihnen allen viel Vergnügen an den ausgestellten Werken!





Galerie erstellt mit GalleryMaker 3.7 am 06.09.2009 um 15:58:32.

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