Görres-Gymnasium | Königsallee 57 | 40212 Düsseldorf | Telefon 0211.89-98400 | Fax 0211.89-29470

Latein

Latein-S2


Kernlehrplan Latein in der Sekundarstufe II (EF zum download)

 
Kurshalbjahr 11.1

Rahmenthema 7: Überlieferung und Gegenwart
Kursthema 10: Staatsformen im Vergleich: Der beste Staat ­ damals und heute
Haupttext: Cicero, de re publica (Auswahl)
Unterthemen:

  1. Frage nach der Ursache der Staatsbildung: Staat als naturgemäßes Bedürfnis der Menschen
    • Das Verhältnis von Staat und Staatsform in der Vorstellung Ciceros
    • Einführung in die Grundgedanken griechischer Staatsvorstellungen als Quellen Ciceros
    • Die Entstehung des Staates nach Hobbes, Locke, Montesquieu im Vergleich
  2. Frage nach der "besten" Staatsform
    • unter dem Aspekt der Verteilung der Macht
    • unter dem Aspekt der Kontrolle der Macht
    • Bedeutung utopischer Modelle für die Verwirklichung eines "besten Staates (Platon, Morus)
  3. "Unter ihrer (sc. der Natur) Führung kann man auf keine Weise in die Irre gehen" (Cicero, Atticus in: de legibus, I, 20)
    • Frage nach den Ordnungsprinzipien
    • Verhältnis von Naturrecht, Gesetz, Recht, Gerechtigkeit zueinander (Cic., de leg. I,18ff)
    • Ist die Gerechtigkeit ein zentrales Ordnungsprinzip? (Cic., de off., I, 20 - 23)
    • Welche Staatsbürger/Staatslenker braucht ein bester Staat (Solon über Verantwortung)
  4. Kriterien für die Bundesrepublik Deutschland unter dem Aspekt des "besten" Staates.

Kurshalbjahr 11.2
Rahmenthema 4: Staatstheorie und Staatswirklichkeit ­ Die Auseinandersetzung
über Staat und Politik in lateinischen Texten
Kursthema 4: Romidee und Romkritik
Haupttext: Vergil, Aeneis (Ausz. aus B 1,4,6,10,12; Ekloge I,4)
Unterthemen:

  1. "Denn aus erlauchtem Geschlecht entspringt der trojanische Caesar" (Aen.,I, 286)
    • Verheißung eines jugendlichen Retters in Zeiten düsteren Bürgerkrieges: (Weg aus der Krise)
    • Frage nach der Wirksamkeit solcher Verheißungen
  2. "Tantae molis erat Romanam condere gentem" (Aen., I, 31)
    • Dem angekündigten Retter entspricht ein Volk, das ein Sendungsbewußtsein empfindet: Glaube an einen göttlichen Auftrag und Begünstigung durch die Götter: ein neues "goldenes Zeitalter".
    • dazu als Gegentext: Sallust, coniuratio Catilinae (cap. 5-13): Die Geschichte Roms entwickelt sich in gegenläufiger Tendenz: vom besten zum schlechtesten Staat
    • Auseinandersetzung mit der augusteischen Romideologie.
  3. Aeneas als Verkörperung römischer Ideale.
    • "pius Aeneas" : exemplarische Betrachtung in Bezug auf:
    • seinen Vater Anchises
    • Dido
    • seinen Glauben an die Götter
  4. Aeneas als "Prototyp" des Augustus

Kurshalbjahr 12.1
Rahmenthema 5: Erkennen und Handeln - Antworten der Philosophie und Religion
Kursthema 5: Der Weise und die Welt - philosophische Durchdringung des Alltags Haupttext: Seneca, epistulae morales (Auszüge)
Unterthemen:

  1. Die Ausprägung der stoischen Philosophie bei Seneca
    • Systematisierung der Lehre
    • Geschichte und Wirksamkeit der Stoa (Schwerpunkt "Ethik")
  2. Das Leben des stoischen Philosophen
    • der Philosoph im Verhältnis zum Kosmos, dem Götlichen, der Natur (Problem: Freiheit "fatum" - "providentia")
    • der Philosoph im Verhältnis zu sich selbst: materielle Güter - "summum bonum" - "secundum naturam vivere" - "affectus"
    • der Philosoph im Verhältnis zum Mitmenschen und zur Gemeinschaft
    • der Philosoph im Verhältnis zu Leben und Tod (Problem der Selbsttötung)
  3. Die Person Senecas in der Kritik
  4. Seneca und seine Nähe zum Christentum (Auffassung von Körpeer und Seele)

 

Latein-S1

Latein in der Sekundarstufe I (zum download)

Am Görres-Gymnasium beginnen alle Schülerinnen und Schüler in der 5. Klasse gleichzeitig neben Englisch als erster Fremdsprache mit Latein als zweiter Fremd-sprache (Latein Plus-Modell). Sie erwerben am Ende der Klasse 10 bei mindestens ausreichenden Leistungen das Latinum.

Der Lateinunterricht orientiert sich an den Vorgaben des Kernlehrplans Sekundarstufe I Latein (ab Klasse 5). Schrittweise werden Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt, um die jeweils am Ende von Klasse 6, 8 und 10 formulierten Kompetenzen zu erwerben, deren Beherrschung für das Fach Latein am Ende der Klasse 10 sowohl für die zentralen Abschlussprüfungen (ZP 10), als auch den Erwerb des Latinums (s.o) und den Übergang in die gymnasiale Oberstufe nachgewiesen werden müssen.

Dieser schrittweise Aufbau des Erwerbs von Kompetenzen führt durch zunehmende Differenzierung und Ausweitung der Gesichtspunkte an das Hauptziel des Lateinunterrichts heran: die Befähigung zur historischen Kommunikation.

In der Sekundarstufe I (Kl. 5 - 9) steht deshalb die Arbeit an lateinischen Texten im Mittelpunkt des Lateinunterrichts. Die Unterrichtsgestaltung ergibt sich in den ersten Jahren zunächst aus der Arbeit mit dem Lehrbuch Prima.nova, danach aus der Arbeit mit verschiedenen lateinischen Texten.